Viel mehr als nur eine willkommene Abkühlung!!!

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Nach Tagen fast unerträglicher Hitze sehnten sich die Menschen in Burg nach Erfrischung und Abkühlung – und dann kam die Abkühlung: aber schneller und intensiver als erwünscht.
Schon am späten Vormittag des 20. Juni türmten sich im Süden und Westen gewaltige Gewitterwolken.

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Der Himmel verdunkelte sich, eine bedrohliche, gespenstige Atmosohäre erfüllte die Landschaft, die Weinberge und auch die Winzer.
Erst kündigte sich dasGewitter durch einige kräftige Windböen, Blitz und Donner an, dann wurde es plötzlich ganz windstill, ehe es mit dicken Tropfen zu regnen begann.

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Und dann wurde es laut: es schüttete wie aus Kübeln und dicke Hagelkörner prasselten mit lautem Krach auf unsere Reben, Dächer und alles was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte.
Der Regen war so heftig, dass die Böden nicht in der Lage waren, die Wassermassen aufzunehmen, so dass das Wasser durch die Rebreihen strömte, wertvolle Feinerde abschwemmte und Wege und Straßen mit einer Matschschicht überzog.

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Nach zwei Stunden war alles vorbei. Das Wasser war überwiegend abgeflossen und die Aufräumarbeiten konnten beginnen.
Insgesamt bescherte uns das Gewitter 45 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Schlimmer ist das was der Hagel an Schäden in unseren Weinbergen hinterlassen hat: massenweise abgerissene Fruchttriebe und Zerstörung unzähliger Triebspitzen.

Da werden Erinnerungen an meine Jugend wach: am 17. Juni 1957 zerstörte ein Hagelsturm große Teile der Weinberge meiner Eltern.
Auch wenn das heutige Naturereignis zum Glück keinesfalls mit dem damaligen Hagelgewitter zu vergleichen ist, so wird doch daran erinnert, dass unser Beruf immer in großem Maße von den Launen der Natur abhängig ist.

Dennoch: wir werden alle unsere Aufgaben bei den Pflegemaßnahmen der Reben
sorgfältig erledigen, und alles tun, um auch 2013 unseren Weinfreunden wieder
hervorragende Weine anbieten zu können.