Winter – die Zeit der Vegetationsruhe

Solch ein "Krummes" (krummes, scharfes Messer) verwendeten früher die Winzer für den Schnitt der Reben. Heute werden diese Arbeiten mit Scheren, die häufig mit Druckluft oder elektrisch angetrieben werden, durchgeführt.

Solch ein „Krummes“ (krummes, scharfes Messer) verwendeten früher die Winzer für den Schnitt der Reben. Heute werden diese Arbeiten mit Scheren, die häufig mit Druckluft oder elektrisch angetrieben werden, durchgeführt.

 

Immer noch glauben viele Kunden und Freunde aus den Verbrauchergebieten,
dass die Zeit der Vegetationsruhe auch die Zeit der Ruhe und Erholung für die
Winzerfamilie bedeutet.

Die Realität sieht heute anders aus:

Gerade die Jungweinpflege und die Vorbereitung des neuen Weinjahrgangs
für die Abfüllung im März ist sehr arbeitsintensiv.
Ebenso müssen die Reben im Winter beschnitten und der ein oder andere Weinberg
für die Neupflanzung vorbereitet werden.

Früher hieß es in den Winzerdörfern:
„Lichtemeß, Spinnen vergeß,
Krummes in die Hand
un in dä Wingert gerannt!“

frei übersetzt heißt das:

An Maria Lichtmeß (40 Tage nach Weihnachten!) sollen die Winzer mit dem Spinnen aufhören,
ihr Krummes (das Winzermesser) in die Hand nehmen,
und in den Weinberg rennen (um endlich mit dem Rebschnitt zu beginnen)!