Wandergruppe BRH Cochem – Zell zu Besuch im Weingut Burggarten

Sonne, Wind und auch kurze Regenschauer begleiteten die unternehmungslustigen, gut gelaunten Wanderer vom BRH Cochem – Zell auf ihrem Weg durch die Weinorte Burg und Enkirch.

Über den Weinlehrpfad, in den Burger Weinlagen führte der Weg nach Enkirch, durch die malerischen engen Gassen, vorbei an liebevoll restaurierten, jahrhunderte alten Fachwerkhäusern.
Steile Anstiege in den Enkircher Weinbergen verlangten den rüstigen Wanderern alles ab, verhinderten aber nicht gelegentliche Gesangseinlagen und die gute Laune angesichts der beeindruckend reizvollen Landschaft.

Über Schloß Burg, den 50. Breitengrad, die Wassertretanlage Burg ging es dann nach Burggarten Süd, wo man vom Winzer des Burggartens erwartet wurde.
Ein deftiger, stärkender Imbiss und ausgewählte Weine vom Burggarten waren den doch etwas schwächelnden Wanderern dann aber doch sehr willkommen.

Alle waren voll des Lobes von der ausgesuchten Streckenführung, den angebotenen Weinen und der für diesen Zweck perfekten Lokalität.

Frostschäden – wie schlimm ist es wirklich?

Frostschäden

In der 16. Kalenderwoche 2017 war es dann mal wieder soweit:
Der Weinreben an der Mosel wurden frostig erwischt und erheblich geschädigt!

Immer wieder werde ich von Freunden und Kunden gefragt, wie ernst die Schäden denn seien.
Dabei kann (und will!) ich natürlich immer nur aus meiner Sicht für unser Weingut Burggarten und aus meiner Überzeugung berichten.

Zweijährige Johanniter Rebe, mit repräsantativer Frostschädigung!

 

Zunächst einmal möchte ich vorausschicken:
Als ich vor vielen Jahrzehnten beschloss Winzer zu werden, wusste ich, dass ich mir einen Beruf gewählt hatte, bei dem man mit und in der Natur arbeitet und auf Gedeih und Verderb von deren Launen abhängig ist und sie ertragen muss.
Noch gut kann ich mich an die zahlreichen Frostereignisse in den 1950 er Jahren und besonders an den verheerenden Hagel 1957 erinnern, und weiß noch sehr gut wie meine Eltern damals um ihre Existenz bangen mussten.
Wie viele tolle Jahre haben wir seitdem erlebt? Wie lange ist es her, dass Naturkatastrophen unsere Existenz bedroht haben? Haben wir da nicht viele Jahrzehnte unglaubliches Glück gehabt? Dafür bin ich dankbar!
Ja, die Frostschäden sind erheblich, und das Wenige was im Moment noch unbeschädigt ist, ist noch lange nicht in trockenen Tüchern! Wir werden kämpfen müssen, wie selten zuvor:

 

Knospenschädlinge, Schildläuse, Traubenwickler usw. sind in der gleichen Anzahl vorhanden, und werden versuchen, sich das knappe gesunde Weinlaub zu sichern. Wir setzen dafür unsere ganzen Hoffnungen auf eine schlagkräftige Armada von Nützlingen, wie Marienkäfer, Raubmilben und Schlupfwespen, die sich aufgrund unseres naturnahen Weinbaus in unseren Weinbergen sauwohl fühlen. Auch Pilzkrankheiten werden uns nicht verschonen – sie werden ganz sicher keine Rücksicht darauf nehmen, dass wir eigentlich schon genug gebeutelt wurden in diesem Jahr. Wir werden den Kampf annehmen. Durch pünktliche Pflege- und Rebschutzmaßnahmen werden wir retten was zu retten ist. Etwas Sorge mache ich allerdings auch wegen den großen Unterschieden bei den Ausfällen innerhalb der Weinberge. Das wird  zu großen Abweichungen bei der Anzahl der Trauben pro Rebe führen, was wiederum die Traubenreife und damit den Lesezeitpunkt sehr unterschiedlich prägen wird, was bedeuten kann, dass die Ernte gestaffelt über mehrere Etappen durchgeführt werden muss.

Dennoch: Auch im Jahre 2017 wird es unseren Wein geben, auch wenn es deutlich weniger sein wird!

Häufig gestellte Fragen von unseren Weinfreunden:

Wie hoch sind die Frostschäden?
Deutlich über 50 %!

Wird der Wein im Weingut Burggarten knapp?
Nein, unsere Bestände sind großzügig – 2016 war ein sehr gutes Weinjahr!

Wird der Wein im Weingut Burggarten teurer werden?
Das ist zurzeit nicht geplant, aber wenn nötig, frühestens im Spätherbst und ganz moderat!

Gibt es für diese Fälle staatliche Zuschüsse?
Nein, die gibt es nicht, und wir vom Weingut Burggarten lehnen auch grundsätzlich Subventionen ab!

Ostersause mit tollen Leuten!

Schattensuche im Frühling

Angrillen und Weinprobe in Burggarten Süd

Bei sonnigem Wetter mit netten Leuten wurde die Grillsaison 2017 eröffnet.
Deftige, saftige und zum Wein passende Speisen vom Grill schafften die richtige Unterlage für eine interessante Weinprobe.

Die überwiegend jungen Weinliebhaber zeigten sich begeistert von Frucht, Fülle und Aroma des Weinjahrgangs 2017.
Als die Sonne dann unterging und es doch ein wenig kühler wurde, versammelten wir uns bei „Olga um den Ofen“, und stellten so ganz nebenbei mit 20 Personen einen neuen „Olga – Rekord“ auf!

Während die 2017 er Weine unsere Stimmung zusehends  nach oben schraubten, sorgte der kleine Ofen für eine kuschelige Wärme.
Der ca. 1000 Meter weite Fussweg nachhause war dann eine zusätzliche Erfrischung und sorgte für einen gesunden Schlaf.

 

Oldtimer unter sich!

Oldtimer Treffen in Burggarten Süd

5 Oldtimer, zusammen 309 Jahre alt!

Gepflegt, gut in Schuss und überwiegend voll funktionsfähig!
von links: Porsche mit Rudi, Erwin, Dietmar und Massey-Ferguson

Eisige Zeiten 

Eiszeit auf der Mosel oberhalb der Staustufe Enkirch!

Temperaturen, die zeitweise in den zweistelligen
Minusbereich fielen, sorgten mancherorts für eine
dünne Eisdecke auf der Mosel.

Winterschlaf 

Die Mosel einmal ganz anders: anmutige Landschaft unter einer feinen, weißen Decke!

Johanniter – das passt! 

Jungwein der pilzwiderstandsfähigen Rebsorte „JOHANNITER“ vor imposanter Kulisse! Tolle Farbe – bezauberndes Duft- und Geschmackserlebnis!

Im linken Glas: 2016 er Johanniter Jungfernernte, edelsüß ausgebaut!
Daneben: 2016 er Johanniter, noch in der Gärung (Federweißer!),
wie gewohnt halbtrocken!
Nicht nur farblich passt die hochinteressante Rebsorte Johanniter
in die Mosellandschaft und die Angebotspalette des Burggartens.

Herbst Impressionen 

Nur noch kurze Zeit zeigt sich die Mosel in diesem zauberhaften und bunten Gewand!

Ein Kunstwerk wie nur die Natur es schaffen kann: besonders die riesigen Blätter der Rotweinrebe Dornfelder erstrahlen, bevor sie in den nächsten Tagen abfallen, in einem ganz besonderen Glanz!Die Mosel im Herbst: beeindruckende Landschaft, Heimat der Erzeuger der berühmten Riesling Weine!

Nicht besonders romantisch aber sehr effektiv! 

Eine große Hilfe bei der Weinlese sind mittlerweile moderne Erntemaschinen, die dafür sorgen, dass die Ernte ihren Schrecken verloren hat, und schnell große Flächen abgeerntet werden können. Dabei berühren vibrierende Stäbe die Traubenzone der Rebwand und sorgen dafür, dass die Beeren abfallen und aufgefangen werden, während die Traubenstiele überwiegend an der Rebe verbleiben.

Bis zu 2.500 Liter sammelt der Traubenernter in seinem Tank bevor die hochwertige Fracht in einen noch größeren Erntewagen, für den Transport zum Kelter, abgekippt wird.